Lobster Experten Fragen

EDIaaS

Mit Hilfe von EDIaaS haben Sie mit dem ganzen EDI-Vorgang nur sehr, sehr wenig zu tun, denn EDI as a Service bedeutet, dass alles, vom Betrieb der Hardware bis zur Konfiguration der Kommunikationswege und Datenkonvertierungen und sogar das Monitoring von einem Dienstleister erledigt wird.

Das klingt natürlich erst mal unglaublich bequem, denn Ihre Arbeit besteht im Wesentlichen daraus, dem Dienstleister Daten für Ihre Partner  in die Hand zu drücken, der sie den Empfängern dann im richtigen Format zustellen wird, und die fertig aufbereiteten Daten ihrer Partner wieder in Empfang zu nehmen. Ihre Systeme brauchen nur noch die passenden Dateien auszuspucken bzw. einzulesen, das war’s.
Doch zum einen beschränkt sich Ihre Arbeit nicht wirklich nur darauf. Ihr Dienstleister mag Ihnen auch noch die Abstimmung der Kommunikation mit Ihren Partnern abnehmen, und vielleicht kümmert er sich auch darum, herauszubekommen, wie genau denn deren Daten aussehen müssen. Sie werden ihm aber zumindest noch erklären müssen, wie ihre eigenen Daten aufgebaut sind bzw. wie genau Sie von ihm die Partnerdaten aufbereitet haben wollen. Aber gut, im Vergleich zu allen anderen Lösungen ist diese sicher die mit dem wenigsten Aufwand für Sie.

Zum anderen haben Sie aber praktisch keine Kontrolle mehr über das, was da mit Ihren geschäftskritischen Daten passiert. Sie bekommen bestenfalls noch zu sehen, ob nach Meinung des Dienstleisters alles glatt läuft oder ob irgendwelche Prozesse auf die Nase gefallen sind. Im schlimmsten Fall bemerken Sie Probleme erst, wenn sich Ihre Partner beschweren, weil Daten nicht oder unsauber ankommen oder Sie selbst auf fehlende Daten stoßen.

Außerdem müssen Sie bei jeder neuen Anbindung oder auch nur kleinen Änderung einen Auftrag an den Dienstleister stellen, diese Leistung natürlich extra bezahlen und vor allem abwarten, bis er die Manpower freistellt, um den Auftrag zu erledigen.

Und zu guter Letzt haben Sie natürlich noch, wie bei SaaS, den Nachteil, dass keine oder nur sehr eingeschränkte Zugriffe auf Ihre eigenen Systeme möglich sind. Mal schnell die Adressdaten zu einer Kundennummer aus Ihrer Datenbank ziehen? Fehlanzeige.

Vorteile:

  • Keine eigene Hardware und Infrastruktur erforderlich, stattdessen Ausfallsicherheit eines Rechenzentrums
  • Der Dienstleister bietet meist eine große Palette von möglichen Kommunikationswegen an.
  • Erfahrung und Routine des Dienstleisters im Umgang mit Software und Datenformaten
  • Es fallen keine hohen Anfangsinvestitionen an.
  • Vergleichsweise wenig eigener Arbeitsaufwand

Nachteile:

  • Keinerlei Kontrolle über geschäftskritische Daten und Vorgänge
  • Vollständige Abhängigkeit vom Dienstleister (Vertrauenswürdigkeit, personelle Resourcen etc.)
  • Der Rest Ihrer IT-Landschaft ist gar nicht oder nur mit „Klimmzügen“ zu erreichen.
  • Dadurch keine Chance, mit dem selben System auch EAI- oder ETL-Themen abzudecken.
  • Je nach Intensität der Nutzung und Abrechnungsmodelle können die laufenden Kosten schnell teurer werden, als es eine Inhouse-Lösung gewesen wäre.

Fazit:
Noch mehr als bei SaaS gilt hier also, dass sich EDIaaS nur für wenige, sehr einfache EDI-Szenarien eignet. Wenn es nennenswert komplexer wird, taugt diese Lösung nicht mehr. Und hier noch stärker als bei SaaS sind Sie nicht mehr Herr über Ihre eigenen Daten und für Ihr Geschäft lebenswichtigen Vorgänge. Auch hier der Tip: Wenn Sie auf diesem Wege in das Thema EDI einsteigen wollen, halten Sie sich durch kluge Wahl des Anbieters die Möglichkeit offen, später auf eine Variante mit mehr Möglichkeiten (und mehr Kontrolle) umzusteigen, ohne wieder alles komplett neu aufsetzen zu müssen.

Sie sind sich nicht sicher ob diese Variante für Sie ausreichend ist? Kein Problem wir helfen Ihnen gern weiter. Hier geht es direkt zu den Spezialisten für Ihre Anforderung im Unternehmen.