Lobster Experten Fragen

E-was?? Das fröhliche Buzzword-Bingo

EAI
EAI steht für Enterprise Application Integration. Das Wort Enterprise meint dabei Unternehmen. Zu Deutsch hieße das ganze also Unternehmensanwendungsintegration (und würde sich UAI abkürzen).
EAI bedeutet einfach, die verschiedenen Anwendungen innerhalb eines Unternehmens zu integrieren, sprich: miteinander zu vernetzen. Und zwar nicht, indem man jeder einzelnen Anwendung beibringt, mit jeder anderen zu reden, sondern indem man eine Zwischenschicht schafft, eine Art gemeinsame Kommunikationsplattform, an die die verschiedenen Anwendungen angeschlossen werden (indem man Kommunikationsschnittstellen aka Adapter schafft), sodass letztlich praktisch jeder mit jedem kommunizieren und zusammenarbeiten kann. Außerdem werden die Prozesse, die Regeln der Zusammenarbeit, hier definiert.

EDI
EDI ist die Abkürzung von Electronic Data Interchange, zu Deutsch also Elektronischer Datenaustausch. Scheint erst mal banal zu sein, ist aber etwas komplizierter.
Man könnte sagen, auch das Senden eines Fax ist ein elektronischer Datenaustausch, denn immerhin wird das Fax, das Daten enthält, ja auf elektronischem Wege übermittelt. Das hat aber herzlich wenig mit dem EDI zu tun, um das es hier geht. EDI meint, dass sich Applikationen, also Programme, weitgehend automatisch miteinander austauschen, und zwar über Unternehmensgrenzen hinweg. Also ganz ähnlich wie EAI, nur eben zwischen Firmen und nicht innerhalb einer Firma. Wenn also eine Software des Kunden eine Bestellung direkt als Datei zum Lieferanten schickt, wo diese ohne Eingreifen eines Menschen in dessen Bestellsystem landet, dann haben wir es mit EDI zu tun.

ESB
Da ist es wieder, das Enterprise. Enterprise Service Bus. Das ist jetzt was eher schwammiges. Ein ESB ist ein Konzept, eine Technologie, eine Infrastruktur oder auch eine Software, um die Integration verschiedener Anwendungen innerhalb eines Unternehmens, einer Abteilung oder eines Projektes zu unterstützen. Der ESB ist also das, was bei EAI unten drunter liegen kann. Er verbindet verschiedene Anwendungen über Adapter miteinander, transportiert Daten zwischen ihnen und hilft auch beim Umbau (der Transformation) der Daten, damit die Systeme sich untereinander verstehen. Er hat aber keine Ahnung von komplexeren Zusammenhängen und Geschäftsprozessen, denn ab da bewegen wir uns eben im EAI-Bereich.

ETL/ELT
Extract, Transform, Load. Also Daten aus einem oder mehreren Systemen holen (extrahieren), umformen (transformieren) und dann in ein Zielsystem – üblicherweise eine Datenbank – laden (eigentlich müsste man eher speichern sagen, aber naja). Das ist ETL. ELT dreht etwas an der Reihenfolge, da werden die Daten erst in die Datenbank gepumpt und dann transformiert. Das Ganze kommt aus der Ecke des Data Warehouse. Und dessen Sinn wiederum liegt darin, Daten aus verschiedensten Quellen und Systemen einheitlich aufbereitet z.B. für Analysen und Statistiken bereitzustellen. Diese Einheitlichkeit wird eben durch die Transformation erreicht, die nicht nur die verschiedenen Formate der Quellsysteme in ein einheitliches Format für die Datenbank umbaut, sondern dabei auch gleich noch die Datenqualität an sich verbessert (Dubletten eliminiert und ähnliches).

SOA
SOA, das ist eine Service Oriented Architecture, also eine dienstorientierte Architektur. Gemeint ist damit, dass viele verschiedene, womöglich über die ganze Welt verstreute, Anwendungen eine Schnittstelle bereitstellen, über die man irgendwelche Dienste von ihnen anfordern kann. Das kann ganz allgemein und global die Berechnung der Entfernung zwischen zwei Koordinaten sein oder ganz speziell nur im Firmennetzwerk die Anfrage, wann welcher LKW für eine Auslieferung bereitsteht. Will man aber tatsächlich Waren liefern, braucht man womöglich beide Dienste in Kombination, daher kann es nun wieder einen neuen Dienst geben, der die beiden anderen „unter der Haube“ aufruft.
Wie der jeweilige Dienst implementiert ist, braucht niemanden zu kümmern. Man muss nur wissen, wie er zu nutzen ist. Und deshalb muss einzig die Schnittstelle des Dienstes zur Außenwelt bekannt sein. Ein Beispiel hierfür sind WebServices für den Datenaustausch.

Zu jedem dieser Konzepte finden Sie noch mehr Informationen auf den weiterführenden Seiten, unter dem Menüpunkt Konzepte. Sie brauchen Hilfe vom Spezialisten? Dann wenden Sie sich gern an das Team von Lobster.